Jadestern-Blog Neuigkeiten aus der Tiefe

A chinese lion statue

Hier hast Du den Blog vom Jadestern gefunden - sozusagen die Plauderecke. Hier verfrachten wir künftig unsere ausführlichen Reiseberichte, die ja ohnehin mehr einen Tagbuchcharakter hatten. Hier reden wir uns Frust von der Seele und berichten über das ein oder andere interessante Thema aus dem Ozean.

Unser Walhai heißt Antony

Jane 29. April 2008

Gestern bekam ich eine Email von einem Meeresbiologen auf den Malediven:
“Dear redringelworm
Having found your whale shark video on YouTube I am writing to ask for your help with ongoing whale shark research here in the Maldives.
From your video we are able to identify individual sharks from the unique pattern of spots behind the gills on the left or right sides of the body. We can then enter the shark into our database, either as a new shark, or as a re-sighting. But we need some more information about the encounter to go with the picture:
1. The location, date and time of the encounter.
“2. How long you spent with the whale shark.
3. The weather conditions (e.g., calm sea, sunny, etc)
4. Its behaviour — was it cruising, feeding, etc.
5. An estimation of its length, and details of any obvious scars or markings.
6. Its sex, if known.
7. Finally, any other comments relevant to the sighting
You may not be able to answer all of the above points, but whatever information you can provide is valuable.
The aim of the Maldivian Whale Shark Project is to create a comprehensive record of whale shark sightings here in the Maldives. The archipelago is one of the best places in the world to observe these colossal fish, but at the moment these sightings are not being systematically recorded.
We know very little about the world’s largest fish, with most of what we do know limited to basic biology. There are several whale shark research projects around the globe, and biologists are interested in learning more about the size, structure and movements of whale shark populations. This kind of ecological information may prove vital in conserving these mysterious creatures.
Your screen captures will only be used for identification and archive purposes, and you will retain all copyright.
If you have any questions, or would like further information on what we are doing, or would like to send other whale shark photos from the Maldives you may have please contact Tim at address below.
Kind regards,
Tim D.”

Natürlich habe ich geantwortet und außerdem meine Walhaifotos bei http://www.sharktrust.org/ eingestellt. Dort werden Sichtungen von Walhaien gesammelt um mehr Informationen über diese wundervollen Tiere zu erlangen. Auch ansonsten ist es eine sehr informative und schöne Webseite.

Hier nun noch die Antwort von Tim:

“Dear Jane,

Thank you for this information. I have matched your shark up with Anthony, an immature male who has been seen a few times in that area of Ari Atoll over the past few years. Your sighting is actually the earliest record we have, so thanks again for your valuable information.”

Er ist aber auch ein Süßer oder?

Walhai Antony

siehe auch:

http://www.jadestern.de/blog/2005-03/best-day-in-my-life-die-etwas-andere-schnorcheltour/

Goodbye Haa Alifu

Jane 21. April 2008

Für uns gibt es ein kleines Frühstück um 6 Uhr. Die andere Gruppe mußte schon um 4 Uhr raus, fliegt aber ab Male mit dem gleichen Flieger. Ein kurzer Abschied, ein Eintrag ins Gästebuch und eine letzte Fahrt mit dem Dhoni.

Dhoni Romantik

Wir sind viel zu früh am Flughafen, nämlich 2 Stunden vor Abflug. Alle anderen Reisenden trudeln ca. 10 Minuten vor Abflug ein. Kann allerdings sein, dass die Luxus-Resorts im Haa Alifu Atoll einfach gute Beziehungen zu den Behörden “pflegen”.

Dhoni Romantik

Wie auch immer - wir kommen jedenfalls rechtzeitig, ohne nennenswerte Verspätung in Male an. Es bleibt sogar noch Zeit fürs Shopping.

Außerdem treffen wir noch auf die Freundin des Mädchens, dass den Dekounfall hatte. Nachdem der französische versoffene Arzt auf Kuredo ja nicht so ganz vertrauenserweckend war, sind die 3 nach Bandos in die Dekokammer weitergereist. Dort stellte sich dann heraus, dass es sich bei beiden tatsächlich um Symptome der Dekompressionskrankheit handelte und sie wurden entsprechend behandelt. Diesmal von nüchternen Ärzten.

Also Ende gut, Alles gut.

Bis zum nächsten Mal

Jane und Daniel

Schnorcheln und etwas Langeweile

Jane 20. April 2008

Am Morgen begleiten wir Ulrike, die noch einmal - fast alleine - den Mantapoint “Mulidhoo” betaucht, und schnorcheln an der Oberfläche herum. Ist irgendwie nicht das gleiche.

sehr seltener Daniel-Fisch

Den Rest des Tages machen wir einen auf Kreuzfahrtschiff. Ganz ehrlich?, das ist soooooo langweilig, wenn man nicht in Wasser darf. Ich verstehe die Leute nicht, die für sowas soviel Geld ausgeben.

Gastente

Also wir packen, essen, dösen, essen und beobachten neidisch, die Leute die noch tauchen dürfen. Am Schluß genießen wir nochmal einen Sonnenuntergang, und die Tatsache, dass wir morgen nicht um 4 Uhr früh sondern erst um 6 Uhr aufstehen müssen, weil der erste Flieger von Hanimadhoo überbucht ist.

Sonnenuntergang

Mantas beim Ringelpietz mit Anfassen und ein verschleppter Dekounfall

Jane 19. April 2008

Heute haben wir 2 mal am Manta Point getaucht. Ich glaube davon bekommt keiner genug. Beim 2. Tauchgang haben wir uns einfach nur ganz still auf 16m in ein Sandstück gelegt und die Mantas kamen von ganz alleine, bis sie schließlich genau über uns gekreist haben. Das sah ein bißchen nach Ringelpietz aus, wie im Kinderkarten.

Ich habe ernsthaft überlegt, ob ich den letzten Tauchgang weglasse, denn man soll ja aufhören wenn es am schönsten ist. (Es ist uns letzter Tauchtag). Aber Franko hat für unser Boot dann noch einen Tauchgang am Außenriff geplant und ich bin doch froh, auch hier nochmal abgetaucht zu sein. Dieser Tauchgang war mal was ganz anderes als die bisherigen Thilas oder Inselriffe. Der Anfang war Strömung mit voller Pulle an einer Steilwand, das ist wie Fernsehen, nur leider schlecht zum Fotografieren :-). Wir haben uns dabei mal kurz die Finger von einem Trupp Garnelen putzen lassen. Leider nur eine Hand, mit der anderen mußte man sich festhalten.

Das Auftauchen war dann ausnahmsweise mal auf 8 bis 5 m möglich, bei feinstem Sonnenlicht. Sehr schöner Tauchabschluß, danke Franco.

Nicht so schön ist dann eine Aktion am Abend. Bereits vor 3 Tagen hatte eine Taucherin rote juckende und schmerzende Flecken am Oberschenkel. (Es handelt sich dabei um Symptome der Dekompressionskrankheit - gefürchtet von Tauchern.) Warum sie 3 Tage - bis kurz vor Abflug - gewartet hat, um dann in Hektik zu verfallen ist mir nicht ganz klar. Ist auf jeden Fall ein teurer Spass mit dem Speedboat mitten in der Nacht nach Kuredo zur Druckkammer zu fahren (ca. 1000$ nur für das Boot) . Und ziemlich sch*$#%§, wenn der niederländische Arzt dann bei Ankunft volltrunken umfällt, wie uns berichtet wurde.
Bei mir bleibt ein ungutes Gefühl zurück, über solche Folgen bei normalen Tauchverhalten. Ich dachte immer Dekounfälle passieren bei den Spinnern, die das Blue Hole betauchen und sich dabei für Supermann halten. Also Jungs und Mädels, auch wer die Grundregeln des viel Trinkens, wenig Alkohol, immer gut schlafen und nur so tief, wie’s die Gesundheit verträgt beherzigt - wenn sich trotzdem Symptome zeigen, nicht 3 Tage warten!

Rosi mit der Boje

Jane 18. April 2008

Morgens gießt es, was aber einem Bremer nix macht. Am Nellaidhoo Thila gibts wieder ein paar neugierige Fledermausfische, und als wir auftauchen ist das Wetter auch schon besser.

Fledermausfisch

Der zweite Tauchgang geht zum “Magic Mushroom”, der auch bei Tag ganz nett zu betauchen ist.

Auch hier gibts jede Menge Langnasenbüschelbarsche , die sich jedoch bei meinem Anblick wieder alles was vor die lange Nase halten. Also wieder kein LaNaBüBa-Foto. Grrrrrrrrrrr

Der Nightdive dieser Woche findet am Thakandhu Thila statt. Die Strömung nervt etwas, weil man immer Gefahr läuft, einem anderen Taucher auf die Nase zu hauen, aber schön ist es trotzdem.

offene Korallenkelche

Sonst war wieder nix besonderes. Halt doch da war was. Bei Auftauchen drückt Uli Rosi ihre Boje in die Hand, die sich beim Sicherheitsstop dazugesellt hatte. Premiere, Rosi taucht mit Boje auf.  :-)

Rosi mit der Boje

Fangschreckenkrebs mit Fischsuppe

Jane 17. April 2008

Der heftigere Teil des Unwetters ist glücklicherweise an uns vorbeigegangen. Den ersten Tauchgang am Hirimaradho Thila lasse ich wegen dickem Hals ausfallen. Es waren aber wohl wieder nette Fischschwärme zu sehen.

Fischsupe

Bei zweiten und dritten Tauchgang folge ich meinem Mann auf der Suche nach Fangschreckenkrebsen. Leider wollen die nie so richtig aus ihren Löchern herausschauen. Ins Loch hinein zu kriechen - oder eben einfach sehr nah ran - empfiehlt sich nicht so, die Jungs hauen eine Kamera oder auch Taucherbrille ohne großen Aufwand kaputt.

Fangschreckenkrebs

Ansonsten ein nicht sehr ereignisreicher Tag, was ja auch mal was schönes ist.

Wenn auch das Dhoni taucht!

Jane 16. April 2008

Wir sind gerade bei der Katzenwäsche, als Uli klopft. “Ihr könnt noch ein bißchen schlafen, im Dhoni ist etwas Wasser eingelaufen, es gibt erst um 8 Frühstück.”

Ich stecke den Kopf aus der Badezimmer-Lucke und schnappe etwas nach Luft, angesichts der Untertreibung des Jahres. Das Dhoni ist nicht etwas feucht, sondern schwer am absaufen.

Wir rennen nach oben und währenddessen fällt uns ein “die Tauchausrüstung???”. Ist zwar etwas egoistisch, wäre aber eine Katastrophe, die mich zu einem Apnoe-Tauchgang zur Rettung veranlassen würde.

Auch vom Deck aus gesehen, sieht es wirklich nicht gut aus, aber die Jungs sehen doch alle noch halbwegs relaxt aus. Nicole (Schiffsteilhaberin und Organisatorin) könnte jetzt allerdings mal eine große Tafel Schokolade vertragen. Wir stellen fest, dass es nicht unser Tauchdhoni ist (man ist ja doch irgendwie Schwein, nicht wahr?) und ich spende meine Gummibärchen zwecks Beruhigung des Nervenkostüms.

Ein tauchendes Dhoni

Die Pumpe hat wohl versagt, und wie Franco erzählt, ist es wohl nicht das erste Mal, dass dieses Dhoni absäuft und - auch wenn es für unsere Augen nicht so aussieht - gibt es bei der Bergung schon etwas Routine.

Die ganze Aktion läuft schon seit 0 Uhr in der Nacht, das Equipment der Taucher ist schon zu großen Teilen geborgen und gereinigt worden. Von der nahegelegenen Insel sind ein paar Einheimische mit leeren Fässern gekommen, die nun für die Bergung verwendet werden. Das alles ist abgelaufen, ohne dass die Gäste davon was mitbekommen haben. Obwohl ich mal an dieser Stelle behaupten möchte, dass wie alle Verständnis gehabt hätten.

Natürlich fällt der erste Tauchgang aus, und auch mit dem Stattfinden des zweiten Tauchgang haben wir eigentlich nicht gerechnet. Als wir zwischenzeitlich Abtauchen um die Fässer mit Luft zu füllen (die Leute vom unbeschädigten Dhoni) sind wir vor allem dankbar uns endlich nützlich machen zu können. Jetzt haben wir das “Dhoni-Rescue-Brevet”.

Bis Mittag sind dann auch fast alle Tauchequipment-Teile wieder aufgetaucht, bis auf 2 Handschuhe, und - ganz ehrlich - wer braucht auf den Malediven Handschuhe, außer Steinfisch-Anfassern und ewig-frierenden Tauchguides?

Wir buchen das ganze unter Abenteuer und etwas Pech, solche Dinge passieren nun mal und glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen.

Bis Mittag ist das Dhoni aus dem Wasser und nun wird am Motor gebastelt, Franco meint, es sei bis zum nächsten Tag wieder fit. Zum 3. Tauchgang krabbeln alle Taucher auf das unversehrte Dhoni und auch das funktioniert.

Am Bodu Maya Thila gibt es einen großen Schwarm Wimpelfische, für den haben wir allerdings keine Augen. Dank eines Tipps von Yuttey machen wir uns zusammen mit Nicole auf die Suche nach 2 Geisterfetzenfischen. Nicole weiß noch ungefähr die Ecke und Daniel findet sie dann auch tatsächlich in einer Koralle. Ganz ehrlich das sieht doch nicht aus wie ein Fisch, oder?

Geisterfetzenfische

Gegen Abend braut sich ein heftiges Gewitter in der Ferne zusammen. Am Himmel schön anzuschauen, für die Amba allerdings schon wieder eine kleine überflüssige Katastrophe, denn das Dhoni ist ja nun erst gerade wieder fit, die Jungs haben eh seit mehr als 24 Stunden kaum geschlafen und nun gehts gleich weiter, denn die Dhonis müssen weg vom Schiff, sonst machts “KLÖNG”, gefolgt von einem weiteren “BLUBB BLUBB”.

Ein neuer Buddie und viel Farben

Jane 15. April 2008

Meine Erkältung macht mir zunehmend mehr zu schaffen, also lasse ich den ersten Tauchgang weg. Aber auch das Hondadhoo Thila war laut Bericht sehr schön. Große Langusten und Daniel fotografiert mal wieder einen Langnasenbüschelbarsch MIT langer Nase. Ich nehme das langsam persönlich.

Langnasenbüschelbarsch

Beim Amba Canyon / Kuruma Thila tauche ich wieder mit. Aber wie’s aussieht hat sich mein Mann schon einen neuen Tauchbuddie zugelegt.

Daniel neue Flamme

Auch das Finey Thila ist wieder ein sehr schöner Tauchplatz, man kann durch einen Canyon tauchen und sehr farbenfroh ist es auch. Wunderschöne Weichkorallen an den Kanten und schöne farbige Anemonen.

lila Anemone

Buntes und “häßliches”

Jane 14. April 2008

Am Amba Canyon sehen wir 3 Weissspitzenriffhaie (schon etwas dickere), das Riff ist toll und farbenfroh bewachsen.

Orangener Korallenwald

Am Amba Thila findet Daniel endlich seine Porzellan-Krabbe in einer Anemone, die Kamera verweigert leider eine Scharfstellung. Nachtschnecken und eine schöne Tritonschnecke stimmen Daniel wieder gnädig und ein Riesentuna macht Hunger aufs Mittagessen.Der dritte Tauchgang am Hodafushi Faru ist ein netter Easy-Dive, flaches austauchen, keine Strömung. Und meine Augen entdecken endlich mal von alleine einen echten Steinfisch, hey hübsch sind die nicht.

Steinfisch

Leopardenhai und Atemnot

Jane 13. April 2008

Heute tauchen wir am Anemon Thila, auf dem es hunderte von ????? -  genau - Anemonen gibt. Und wenn man Glück hat auch einen schlafenden Leopardenhai.

Blaustreifenschnapper die Angst vor einem Zusammenstoss haben

Es ist auf jedenfall mal wieder sehr fischreich hier. Wir trödeln so langsam vor uns rum und lassen uns viel Zeit. Meisten tauchen wir beide eher hinten und etwas abseits. Zwar sieht man vorne bei einem Guide immer etwas mehr, aber man muß dann auch immer eine gewisse Ellbogenmentalität an den Tag legen, und darf sich nicht über “Flossen in der Fresse” (Entschuldigung aber so isses nun mal) wundern. Das hat natürlich den Nachteil, das die interessanteren Fische zu denen alle hinstürmen sich nach dem ersten Überfall schnell vom Acker machen.

Diesmal haben wir im übrigen Glück und sehen den Leoparden tatsächlich noch in sicherer Entferung schlafen (für ihn sicher versteht sich). Und er hat anscheinden auch einen gesunden Schlaf.

Während wir nach Haien suchen, ist das andere Dhoni zu einem Riff mit flachem Top gefahren, damit die Abreisenden noch einen letzten flachen Tauchgang machen können. Hier gibt es auf - glücklicherweise nur - 8m Tiefe einen Zwischenfall. Ein Taucher bekommt keine Luft mehr aus der Flasche und greift zum Oktopus des Buddies. Es stellt sich raus, dass sich der Sinterfilter des Flaschenventils zugesetzt hat.

Ab Nachmittags werden alle Taucherflaschen (ca. 50 Stck) gerollt und gereinigt.

Nach dem ersten Tauchgang fährt die Amby in Richtung Hodaafushi, der 2. Tauchgang fällt aufgrund der etwas längeren Strecke heute aus. Ist ganz schön langsweilig nur so an Deck rum zu liegen. Und das Wetter ist heute auch nicht so ganz überzeugend.

Um 15 Uhr gehts dann wieder in Wasser am Kulhi Faru. Auch ein ganz schönes Riff, wir sehen mal eine richtig schöne Netzmuräne, viele Anemonenfische und beginnen die systematische Suche nach Krebsen - das hat Rosi uns in den Kopf gesetzt.

Krebs

Nächste Einträge »